Modeln in Milano #1

Hey Ihr Lieben,

ich bin jetzt schon seit einer Woche in Mailand, um hier zu Modeln und bestenfalls ein paar Jobs abzugreifen 😀

Hier mal ein kleiner Überblick, was ich bis jetzt so erlebt habe und welche Erfahrungen ich in der Modelmetropole Italiens gemacht habe.

Montag: 15.Mai

Zunächst bin ich ersteinmal von Halle mit dem Fernbus nach Berlin gefahren. Da der 1.55 Uhr abfuhr hat es sich natürlich nicht mehr gelohnt schlafen zu gehen. Vllt war das im Nachhinein gesehen mein größter Fehler. Ich hab mir also Zuhause noch einmal einiges an Fressalien reingestopft und saß dann letztendlich pünktlich im Fernbus nach Berlin-Schönefeld. Dort bin ich 4 Uhr angekommen. Check-In und die Sicherheitskontrollen lagen schnell hinter mir und ich habe nur noch auf das Boarding warten müssen. Der Flug war insgesamt auch ruhig und ich habe eig alles verschlafen und bin erst 10 min vor der Landung aufgewacht.. perfektes Timing also. 🙂

 Von Bergamo bin ich dann samt Gepäck mit einem Bus ca. eine Stunde nach Milano-City gefahren. 

 Am Hauptbahnhof angekommen nahm ich dann ein Taxi zu meiner Agentur. Ich wurde sehr freundlich dort begrüßt und direkt wurde mir das Team vorgestellt und anschließend der Vertrag unterzeichnet. 

Aufeinmal kam meine Bookerin ganz aufgeregt zu mir und meinte ich müsste direkt zu einem Casting (Armani). Ich schnappte also direkt meine Sachen und dann stand ich da. Mir wurde zwar der Weg ausführlich erklärt aber plötzlich war ich komplett überfordert. Hinzu kam,dass es unglaublich heiß war, ich ja nicht geschlafen hatte und soviel durcheinander gegessen hatte. Ich lief also ziemlich planlos durch die Gegend und als ich schließlich die U-Bahn erreichte wurde mir unglaublich​ schlecht. Ich rannte regelrecht zur nächsten Toilette. Ja was da passiert ist muss ich sicher nicht beschreiben. Es hatte mich anscheinend total erwischt. Magen-Darm…Na super! Ich war echt verzweifelt, weil es mir auf der einen Seite ja total schlecht ging und ich aber trotzdem unbedingt zu dem Casting wollte, um mich selbst und die Agentur nicht zu enttäuschen. Ich kapitulierte dann doch und fuhr wieder zurück in die Agentur mit einem mächtig schlechten Gewissen im Gepäck. Entgegen meiner Erwartungen wurde ich jedoch sehr mitfühlend behandelt und man kümmerte sich direkt ganz liebevoll um mich. Der Tag war natürlich gelaufen und ich bin erstmal in das Appartement gefahren…zum Ausruhen und Kraft tanken. In der Apotheke holte ich mir dann noch etwas gegen meine Beschwerden und schlief direkt 18 Uhr schon total erschöpft ein. Was für ein Tag…

Dienstag: 16.Mai

Geweckt wurde ich durch einen Anruf von meiner Agenturchefin aus Deutschland. Wir sprachen kurz darüber wie der gestrige Tag verlaufen war und wir es mir heute gehen würde. Dann kam auch schon direkt ein Anruf von meiner Mailänder-Agentur, die dieselben Fragen hatte. Anschließend bekam ich dann auch meinen eigentlichen Casting-Plan für den Tag und entschloss mich dazu es wenigstens zu probieren. Gesagt getan..aber gerade bevor ich das Appartement verlassen wollte. Klingelte es und es stand meine Mitbewohnerin vor der Tür die gerade auch aus Deutschland angekommen war. Ich muss dazu sagen, dass ich unheimlich froh bin hier mit ihr zu wohnen. Sie ist super unkompliziert und einfach cool drauf 🙂

Nach einem kurzen ‚Hallo‘ machte ich mich dann direkt auf dem Weg zu meinem ersten Casting (für die italienische Vogue). Wenn ihr euch fragt wie so ein Casting abläuft lässt sich das ganze eigentlich reaktiv kurz und knapp zusammenfasse. Man kommt rein und stellt sich kurz vor. Gibt den Kunden sein Buch und diese schauen es sich kurz an und behalten gegebenenfalls eine Sedcard für sich. Wenn sie dich interessant finden machen sie vllt selbst noch ein paar Fotos oder du sollst einmal auf und ab laufen ( wenn es um eine Fashion-Show geht). Danach bin ich dann schon wieder zum nächsten Casting gefahren , wo sich der Ablauf wiederholt.

Wie viele Mädels bei einem Casting sind ist unterschiedlich. Bei offenen Castings oder GoSees können das schonmal um die 100 Mädels sein. Bei Casting wo schon eine Vorauswahl getroffen wurde sind es manchmal auch nur um die 10-20.

Die Tage vom 17.-19 Mai bestanden eigentlich größtenteils aus Castings und GoSees. Am Mittwoch hatte ich meinen ersten Job, der sich durch das Casting bei der italienischen Vogue ergeben hatte. Hier mal ein paar Bilder von meinem Look:

Der Alltag eines Models ist wie ihr seht also meist ziemlich gleich. Man macht jeden Tag sozusagen dasselbe. Castings, GoSees oder man schaut Mal in der Agentur vorbei und macht neue Polas. 🙂

Am Wochenende:

Hatte ich dann endlich ein wenig Zeit um Milano etwas zu erkunden. Als erstes habe ich mich zum Dom aufgemacht. Natürlich war es dort am Samstag besonders voll und man wurde eher vorwärts geschoben, als das man lief 😀


Der Dom ist jedoch wirklich einen Besuch wert. Er sieht wirklich einmalig schön aus 🙂

Danach war ich eigentlich noch auf der Suche nach einer gutsitzenden Jeans für die Castings. Gefunden habe ich aber ein Kleid… typisch ich 😀

Den Abend ließ ich dann noch mit meiner Mitbewohnerin und einer leckeren Pizza ausklingen. Ist in Italien schließlich ein Muss 😀

Am Sonntag haben wir beide dann lange ausgeschlafen. Nach einem leckeren Frühstück….

haben wir noch einen Spaziergang bei dem tollen Wetter gemacht und im Park ein wenig entspannt. Ein leckeres italienisches Eis haben wir uns auch noch schmecken lassen. Jetzt ist meine Mitbewohnerin schon auf dem Weg zu einem Job in Dänemark und ich liege hier und entspanne noch ein wenig vor dem nächsten Casting-Marathon morgen.
Ich wünsche Euch allen noch einen entspannten Sonntagabend. Genießt das tolle Wetter. 🙂

Alles Liebe,

Elli ❤

12 Gedanken zu “Modeln in Milano #1

  1. Wow ist das cool so etwas mal auf einem Blog zu lesen :)!! Diese Model Welt ist einem immer so fern finde ich. Auf jeden Fall echt super interessant! Das mit deinem ersten Casting für Armani tut mir leid, aber es wurde ja besser 🙂 Machst du das Modeln hauptberuflich? Ich wollte das früher auch immer machen, aber mittlerweile habe ich einfach nicht mehr die Figur dafür 😀
    Schöner Beitrag :)!
    Liebe Grüße
    Sophie

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    1. Hey 🙂 Danke für deinen super lieben Kommentar..habe mich sehr gefreut. Das stimmt…und für mich ist es immernoch total surreal und aufregend. Auf jeden Fall und man muss sich nunmal auch erstmal zurecht finden, in einer fremden Stadt im Ausland ist das immer noch mal etwas anderes als in Deutschland 😀
      Ja ,bis jetzt mache ich das sozusagen ‚full-time‘. Ich möchte aber ab Herbst unbedingt auch studieren. 🙂
      Als Kind wollte ich auch immer Modeln und jetzt merke ich so langsam das man sich das immer sehr viel glamouröser vorgestellt hat als es eigentlich ist 😀

      Liebe Grüße zurück ❤

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      1. Ja in einem anderen Land ist das natürlich nochmal was anderes, vor allem in so einer Metropole!
        Ja, das kann wirklich sein 😄 stimmt es, dass man zum Teil so total von oben herab behandelt wird?
        Ist doch toll, immerhin ist das ein super Nebenjob fürs Studium 😊!

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      2. Definitiv 😀 Obwohl ich sagen muss, dass die Castings hier eig relativ entspannt ablaufen und die Leute freundlich sind. Das mit dem ‚von oben herab behandeln‘ ist schwer allgemein zu beantworten. Bis jetzt war die Mehrzahl der Menschen mit denen ich gearbeitet habe sehr cool und freundlich. Es gab auch ein paar die sich halt nicht viel mit einem beschäftigt haben und einen zum Beispiel bei einem Casting direkt nach ein paar Sekunden wegschicken. Aber ich muss sagen das ich immer mit Respekt behandelt wurde. Man ist halt als Model für die in erster Linie ein Objekt, was sie bewerten und abwägen, ob es zur Marke oder dem Produkt passt…dessen muss man sich bewusst sein. Und halt auch so einen starken Charakter haben , dass man sich davon nicht runterziehen lässt. Es wird halt meist immer ein bestimmter Typ gesucht und entweder man hat Glück oder nicht 🙂

        Ja und man reist soviel..das mag ich daran besonders gern 🙂

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      3. Sehr interessant zu hören, wahrscheinlich ist das im Endeffekt einfach Einstellungssache 🙂 und es ist ja auch verständlich, dass die Kunden abwägen müssen, wer passt. Immerhin entscheidet das ja auch darüber, wie erfolgreich die Marke in der Saison ist 🙂

        Das ist natürlich toll, so gut Reisen und Job verbinden zu können 🙂

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      4. Genau 🙂
        Und wenn man einfach für sich weiß, dass man gut so ist wie man ist und sich nicht andauernd hinterfragt ist das alles gar nicht so tragisch, wie alle immer behaupten. Aber ich bin halt auch schon 20 und nicht 14-16..Ich denke das macht auch nochmal einen Unterschied. 😀 wenn man das alles noch zu persönlich nimmt was einem gesagt wird kann das doch schon an der Psyche nagen. Aber es ist nunmal ein Business der Oberflächlichkeiten..das weiß man ja 🙂

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      5. Ja stimmt…das Alter und das Selbstvertrauen spielt da wirklich eine Rolle. Aber ich denke du hast die richtige Einstellung und wirst bestimmt noch weiterhin erfolgreich damit sein 🙂 wann und wie bist du zu deiner Agentur gekommen?

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