Abitur….& dann?

Hey Ihr Lieben,

ich wollte mir mal wieder ein bisschen etwas von der Seele schreiben, was mich in letzter Zeit und eigentlich auch schon immer beschäftigt hat. In den meisten Bundesländern haben in den letzten Tagen/Wochen die Abitur-Bälle stattgefunden und nun suchen, die aus der Schule Entlassenen einen neuen Weg für sich…

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Quelle: *klick*

 

Nach der Schule nimmt man meist eine Ausbildung oder ein Studium auf. Man entscheidet sich was man für die nächsten Jahre lernen wird und bindet sich schon mehr oder weniger an ein bestimmtes Berufsfeld. Gar nicht so einfach oder?

Woher soll man denn wissen, als was man die nächsten 50-60 Jahre arbeiten will? Wie soll man nach 12 Jahren Schule und vorgeschriebenem Lehrplan auf einmal alles selbst für sich managen und den zukünftigen Berufsweg selbst bestimmen?

Ich glaube ich bin nicht die einzige, die da ein großes Fragezeichen bzw. mehrere Fragezeichen im Kopf hatte bzw. hat. Sich festzulegen ist meiner Meinung nach immer schwer…aber gerade dem Thema Beruf wird durch die Gesellschaft immer eine immense Bedeutung beigemessen und das ist natürlich auch richtig so.

Es ist wichtig sich um seinen beruflichen Werdegang zu kümmern, aber wenn man frisch aus der Schule kommt kann es meiner Meinung nach auch oftmals sein, dass man einfach irgendwas beginnt nur um etwas zu tun.

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Quelle: *klick*

Ich bin ein großer Verfechter von einem sozialen Jahr, Praktika oder einem Auslandsjahr.

Ich denke nach dem Abitur braucht man einfach eine gewisse Zeit, um sich unabhängig von dem vorbestimmten Schulalltag weiterzuentwickeln und zu reifen. Man sollte sich ausprobieren können ohne sich direkt festlegen zu müssen. Schließlich möchte man doch später in seinem Beruf wenigstens größtenteils zufrieden sein. Wenn man für das was man tut brennt und es liebt, dann ist die Arbeit nur noch halb so schwer. Und wenn wir ehrlich sind haben wir nach der Schule nunmal meist einfach noch überhaupt keine berufliche Erfahrung. Woher also sollen wir  wissen was uns liegt und was nicht?

Ich selbst habe im Laufe meiner Kindheit und Pubertät immer wieder ziemlich unterschiedliche Vorstellung gehabt was ich denn später mal „werden will“.

Mit 6-12 Jahren wollte ich Putzfrau werden…Ja ernsthaft. 😀 Ich habe es geliebt die Hotelzimmer im Urlaub selbst aufzuräumen, Betten zu machen usw.

Ab 12 Jahren habe ich mich dann am früheren Berufswunsch meiner Mama orientiert und wollte Meeresbiologin werden, weil Delfine zu dieser Zeit meine Lieblingstiere waren.

Dann später mit ungefähr 14 Jahren habe ich mich immer mehr in Deutsch/Literatur verliebt. Ich habe schon früh angefangen Geschichten mit meinem Opi zusammen zu spinnen, Geschichten & Gedichte zu schreiben. Auch Vorträge habe ich unheimlich gern geschrieben und gehalten. Dadurch hatte sich dann der Berufswunsch Journalistin entwickelt.

Und dann mit 16 Jahren wollte ich in jedem Fall „etwas mit Medien“ machen.(am liebsten etwas im Bereich Moderation) 😀

Aber je näher mein Abschluss rückte desto unsicherer wurde ich. Nichts schien mir irgendwie sicher genug und ich fühlte mich unterbewusst vor allem von mir selbst unter Druck gesetzt. Ich hatte letztendlich überlegt irgendwas wie BWL oder eventuell Jura zu studieren…obwohl das eigentlich überhaupt nichts war was mich wirklich interessiert hatte. Aber ich war eben komplett überfordert mit der Entscheidung über mich, mein Leben…die mir ja niemand abnehmen konnte.

Letztendlich kam dann einiges dazwischen, und die Entscheidung was genau ich nun studieren will wurde erst einmal bereite geschoben. Aber natürlich bleibt im Hinterkopf immer der Gedanke….was ist denn nun das richtige für mich? Und entscheiden muss man sich schon irgendwann mal 😀

Und was soll ich sagen…ich habe mich nun endlich für das kommende Wintersemester für den Studien Medien- & Kommunikationswissenschaften eingeschrieben. Drückt mir die Daumen, dass alles klappt…denn ich denke dieser Studiengang wird schon der richtige für mich sein. 🙂

Was ich Euch noch ans Herz legen will ist, dass Ihr Euch selbst nicht zu sehr unter Druck setzen solltet und vor allem: Trefft keine Kurzschlussentscheidungen! Es geht um Eure Zukunft und Ihr solltet danach gehen was Ihr persönlich wollt und nicht was andere vllt von Euch erwarten oder was „richtig“ oder „vernünftig“ wäre. Das ist nämlich alles relativ. Wichtig und cool ist es auch, wenn ihr  Euch schon durch Praktika oder Nebenjobs ein bisschen ausprobiert habt und somit mal in den Arbeitsalltag verschiedener Berufswege hinein schnuppern könnt.

Ansonsten geht zu Hochschule-Informationstagen, Tag der offenen Tür in Betrieben oder  sucht das Gespräch mit Auszubildenden oder Studenten in der jeweiligen Fachrichtung für die ihr Euch interessiert.

Ich wünsche Euch viel Glück bei der Entscheidung und natürlich auch einen wundervollen Sommer! 🙂

Hier noch ein paar Bilder von meinem letzten Schultag:

 

Alles Liebe,

Elli ❤

Titelbild-Quelle: *klick*

2 Gedanken zu “Abitur….& dann?

  1. Oh ja, man hat soooo viele Möglichkeiten nach dem Abi! Ich war und bin mir immer noch nicht hundertprozentig sicher, wo es für mich hingeht. Am meisten Angst habe ich davor, dass ich nicht in die Stadt komme, wo ich gerne hinmöchte.
    Allgemein ist es schon etwas befremdlich, wenn man einfach nicht weiß, wo es für einen hingeht.
    Medien und Kommunikationswissenschaften passt, soweit ich das überhaupt beurteilen kann, echt gut zu dir und ich hoffe dass das alles glatt läuft!!!
    Liebe Grüße
    Sophie

    Gefällt 1 Person

    1. Genau und niemals vergessen…auch wenn nicht direkt alles so klappt, wie man sich das vorstellt ist das kein Weltuntergang.
      Uns wird immer suggiert wir müssten alles so schnell wie möglich entscheiden und machen..aber manchmal ist es gar nicht so schlecht sich Zeit zu lassen und sich eben mal auszuprobieren. 🙂
      Ich drücke dir ganz fest die Daumen, dass du dorthin kommst , wo du hin möchtest.

      Ja das stimmt…aber am Ende wird alles gut. Davon bin ich immer überzeugt 🙂 !!!

      Ich danke dir…Ich hoffe es auch so sehr.

      Ganz liebe Grüße an dich zurück

      Gefällt 1 Person

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