Alles auf Anfang

Hallo Ihr Lieben,

heute möchte ich Euch ein kleines Gedicht bzw. einen kurzen Text vorstellen, auf den ich durch eine Freundin vor ein paar Wochen aufmerksam geworden bin. Ich möchte zunächst gar nicht viel dazu schreiben, sondern ihn einfach für sich sprechen lassen.

Alles auf Anfang – Paul Bartsch

Wenn ich aufhör‘ anzufangen, fange ich an aufzuhören. Ich kann nicht von mir verlangen, dem Verlangen abzuschwören.

Dem Verlangen nach der Nähe, die erst schön wird auf Distanz. Wenn ich die Extreme sehe ausgewogen in Balance.

Mitgefangen, mitgehangen. Wer nicht fühlen will, muss hör’n. Wenn ich aufhöre anzufangen, fange ich an aufzuhörn‘.

Ich weiß, dass jeder Worte anders empfindet, & deutet und deshalb wäre es für mich mehr als spannend zu erfahren, wie Ihr diesen Text seht und was er für Euch beschreibt oder in Euch auslöst.

Ich selbst tue mich bei der Deutung ausgesprochen schwer, denn für mich werden verschiedene Dinge damit ausgedrückt.

Im ersten Absatz ist vom Aufhören etwas Anzufangen die Rede…wenn man nichts mehr neu beginnt, dann stagniert man und beginnt aufzuhören, in dem Sinne, dass man sich nicht weiterentwickelt und auf einer Stelle stehenbleibt. Im zweiten Satz ist dann davon die Rede einem „Verlangen abzuschwören“ und, dass dies für die Person nicht im Bereich des Möglichen zu sein scheint. Das hier thematisierte Verlangen könnte vieles sein…zunächst habe ich ganz platt gesagt an gewöhnliche Laster, wie Zigaretten, Alkohol & andere Drogen gedacht. Im Hinblick auf die weiteren Absätze denke ich nun jedoch, dass es sich um Gefühle zu einer andere Person handeln könnte.

Der zweite Absatz geht wieder auf das besprochene Verlangen ein…hier wird klarer gemacht, dass es sich um das Verlangen nach Nähe handelt. Es wird nun gesagt, dass dieses Verlangen aber wohl erst geweckt wird, wenn eine gewisse Distanz (eventuell ist hier die Entfernung zwischen zwei Menschen gemeint) besteht. Die Extreme stehen meiner Meinung nach für die ‚Nähe‘ & ‚Distanz‘. Beide sind die jeweiligen Pole, die eine Beziehung spannend machen, aber auch belasten können. Es ist ein immerwährendes hin und her…dabei die Balance zu finden ist das Optimum, welches jedoch schwer zu erreichen ist.

Der dritte Absatz beschäftigt sich aus meiner Sicht mit dem Problem der inneren Zerrissenheit. Mitgehangen, mitgefangen wird hier umgekehrt verwendet, aber drückt eben genau die Stimmung aus, dass man, wenn man sich emotional auf jemanden einlässt, sich dadurch in eine gewisse Abhängigkeit begibt. Man ist ab diesem Punkt emotional involviert und somit auch leichter angreifbar & natürlich verletzbar. „Wer nicht fühlen will, muss hör’n“ hier werden die zwei Nebensätze noch einmal vertauscht, um zu verdeutlichen, dass jemand der gefühlsmäßig beeinflusst und vereinnahmt ist manchmal vielleicht auch auf die sogenannte „Stimme der Vernunft“ hören sollte. Ich denke das kennt jeder von uns, der schon einmal unglücklich verliebt war oder eben die „rosa-rote“ Brille aufhatte. Man ist zu Beginn oftmals so geblendet von seinen Gefühlen, dass man eventuell gar nicht merkt, dass man sich in einer Sache verrennt und muss dann manchmal erst durch Konsequenzen oder andere Dinge wachgerüttelt bzw. zum wieder zuhören/klar denken gebracht werden. Der Autor beendet den Text mit demselben Satz, mit dem er ihn begonnen hat. Dies verdeutlicht für mich das Dilemma, in dem man sich letztendlich befindet, denn stagnierst Du, dann verbleibst Du in der Situation, die Dich auffrisst.

Ich bin gespannt auf Eure Kommentare, Gedanken zu dem Text und wünsche Euch je, nachdem wann ihr, das hier lest einen Guten Morgen-Tag-Abend oder – Nacht.

Alles Liebe,

Elli

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